Die ungeahnten Vorteile einer pflanzlichen Ernährung

Die ungeahnten Vorteile einer pflanzlichen Ernährung

Es gibt viele Gründe, um auf eine pflanzenbasierte Ernährung umzusteigen: Sie ist gesund, nachhaltig und leckerer und viel vielfältiger, als man denkt. Die gesundheitsfördernde Wirkung pflanzenbasierter Ernährung wurde in vielen Studien belegt und wird von Gesundheitsorganisationen befürwortet. Obst, Gemüse, Getreide und Kräuter enthalten viele lebenswichtige Nährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe.

 

 

Was genau macht pflanzliche Produkte so gesund?

 

 

Eine pflanzenbasierte Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann ernährungsbedingten Krankheiten vorbeugen. Sie verringert zum Beispiel das Risiko, an einem Herzleiden zu erkranken oder einen Schlaganfall zu bekommen. Außderdem hat sie laut DGE einen blutdrucksenkenden Effekt. Bluthochdruck ist für seine gefährlichen Folgeerkrankungen bekannt: Zwei dieser Folgen heißen Schlaganfall und Herzinfarkt. Dazu kommt, dass die andauernde Belastung auch Organe wie Nieren oder Augen schädigen kann. Die gute Nachricht: Die richtige Ernährung macht es möglich, rechtzeitig vorzubeugen und das Risiko auf Bluthochdruck zu senken.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält es außerdem für möglich, dass mit genügend Obst und Gemüse sogar das Risiko für Demenz verringert werden kann. Der hohe Anteil an Folsäure, Kalium, Vitamin E und Vitamin C vieler pflanzlicher Lebensmittel kann weiteren chronischen Krankheiten, z.B. Diabetes, vorbeugen.

Außerdem profitiert unser Stoffwechsel: Tierische Produkte weisen so gut wie keine Ballaststoffe auf. Pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Vollkornprodukte, Obst und Gemüse enthalten hingegen eine Menge davon. Ballaststoffe haben eine positive Wirkung auf unsere Verdauung und damit auf unser gesamtes Wohlbefinden.

Auch Fett kann gesund sein, wenn man die richtigen Fettsäuren zu sich nimmt! Die meisten pflanzlichen Fette, z.B. pflanzliche Öle, Margarine, Nüsse oder Avocados enthalten reichlich, ein- oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind für den Körper essenziell und helfen, den Cholesterinspiegel auf einem gesunden Niveau zu halten. Tierische Produkte, wie Butter, Sahne oder Wurst, enthalten im Vergleich relativ viel gesättigte Fettsäuren. Zu viel von diesen kann den Cholesterinspiegel ansteigen lassen.

Tipp: Für eine gute Verdauung bei einer pflanzenbasierten Ernährung sollte ausreichend getrunken werden. So wird die verdauungsfördernde Wirkung der Ballaststoffe bestmöglich unterstützt.

 

 

Wie pflanzliche Ernährung zur Rettung des Planeten beiträgt

 

 

Wer hätte gedacht, dass man durch eine pflanzliche Ernährung den Planeten schützen kann? Man denkt selten darüber nach, welche Folgen das Essen auf unsere Erde hat. Kein Wunder! Der Zusammenhang zwischen Butterbrot und Klimawandel ist nicht sofort erkennbar. Und doch ist er da.

Das Problem: Die Produktion unserer Nahrung erzeugt eine Menge CO2. Das Institut für Enegie- und Umweltforschung in Heidelberg hat für 2014 berechnet: Jeder Deutsche erzeugte durch seine Ernährung durchschnittlich 1,43 Tonnen CO2. Der CO2- Foodabdruck. von Fleischliebhabern ist mit 3 Tonnen CO2 pro Jahr sogar doppelt so groß. Das entspricht einer Strecke von ca. 340 km mit dem Auto!

Um tierische Produkte, wie Butter, Käse oder Wurst, herzustellen, müssen Tiere gefüttert, gemolken oder geschlachtet werden. Die Haltung und der Transport der Tiere kosten wertvolle Ressourcen. Dazu zählen Wasser, Boden, und fossile Brennstoffe. Außerdem verursacht die Viehzucht Unmengen von Abfall. Das Schlimmste: Es wird unnötig viel Kohlendioxid und Methan ausgestoßen. Eine Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel entlastet unsere Umwelt daher ungemein.

Tipp: Berechne deinen Foodabdruck, um zu sehen, wie klimafreundlich deine Ernährung ist!

 

 

Ohne Umschweife vom Feld auf den Teller

 

 

Pflanzliche Nahrungsmittel sind unmittelbar nach der Ernte essbar. Sie gelangen vom Feld zum Menschen. Klar: Viele pflanzliche Lebensmittel werden weiterverarbeitet, bevor wir sie essen. Allerdings ist diese Verarbeitung nicht ansatzweise so umweltschädlich wie die Viehzucht. Um tierische Produkte herzustellen, müssen die Pflanzen vom Feld zunächst einmal verfüttert werden, bevor zum Schluss das fertige Produkt entsteht. Der ganze Prozess dauert länger, ist aufwendiger und verbraucht eine Menge an wertvollen Ressourcen.

Wer will schon eine Kalorie zum Preis von neun?

Wenn der Zwischenschritt über das Tier wegfällt, bleibt viel mehr Nahrung für den Menschen übrig. Genau genommen neunmal so viel: Es sind 7 - 9 pflanzliche Kalorien nötig, um nur eine einzige tierische Kalorie zu erzeugen. Es ist eine ungeheure Energievergeudung, die vermeidbar wäre. Jeder von uns kann schon heute dagegen ansteuern und eine klimaschonende Mahlzeit kochen!

Unsere 7 Schritte zum Klimatarier dienen dabei als Orientierungshilfe.

 

 

Pflanzliche Vielfalt neu entdecken

 

 

Viele glauben, dass pflanzliche Ernährung ausschließlich aus Salat besteht. Wer sich aber näher damit auseinandersetzt, dem eröffnet sich eine ganz neue kulinarische Welt. Neben den hierzulande verbreiteten Obst- und Gemüsesorten gibt es eine ganze Bandbreite oft vegessene Schätze:

  • Mairübchen
  • Glockenäpfel
  • Quitten
  • Topinambur

....warten nur darauf, probiert zu werden!

Viele leckere und klimafreundliche Rezepte haben wir für dich zusammengestellt.

 

 

Die kleinen und großen Effekte unserer Ernährung

 

 

Jeder Bissen ein Erfolg

Fest steht: Unser Essen hat große Auswirkungen! Nicht nur auf unseren Körper, sondern auch auf unsere Umwelt, den Planeten und damit auf die Menschheit. Ganz gleich, ob man sich rein pflanzlich ernähren möchte oder einmal täglich auf tierische Produkte verzichtet – jede Mahlzeit zählt.

Deine Entscheidungen machen den Unterschied.

Starte jetzt mit den 7 Schritten zum Klimatarier!

Ursula O.
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