Kochen mit Kindern – Essen nachhaltig entdecken

Kochen mit Kindern – Essen nachhaltig entdecken

Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb sollten wir ihnen einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt beibringen - auch beim Essen! Aber was hat eigentlich Essen mit unserer Umwelt zu tun? Und wie kann ich meinem Kind nachhaltiges Essen näherbringen?



Kochen mit Kindern – Essen nachhaltig entdecken

Schon beim Essen mit unseren Kindern an ihre Zukunft und Umwelt denken

Der bewusste Umgang mit unserem Planeten ist ein ewiger Kreislauf. Wir geben unser Bestes, damit unsere Kinder in einer intakten Umwelt leben können, denn: Kinder sind die Verantwortungsträger von morgen!

Aber wie erkläre ich meinem Kind nun, was Nachhaltigkeit ist? Es ist wichtig, das Ganze altersgerecht und nicht zwanghaft zu machen. Reine Fakten aneinanderreihen ist weniger sinnvoll. Besser ist es, ihnen zu zeigen, mit welchen kleinen Dingen im Alltag sie die Umwelt schützen können.

Ein Kind im Kindergartenalter kann mit vielen themenrelevanten Begriffen noch nicht viel anfangen. Dennoch ist es auch für ein Kind logisch, dass die Äpfel vom Bauern besser sind als die aus Neuseeland. Am einfachsten erklären lässt es sich so, wie Kinder es selber ausdrücken würden: Nachhaltigkeit bedeutet, Tiere zu schützen, die Umwelt sauber zu halten und nichts wegzuwerfen.



Wo kommt mein Pausenbrot her?

Schon ein Pausenbrot bietet eine tolle Möglichkeit, einem Kind den Zusammenhang zwischen Essen und Umwelt näher zu bringen. Denn Kinder lieben alles, wo sie etwas entdecken und selber ausprobieren können. Hier wollen wir anhand eines Pausenbrots aufzeigen, warum einige Lebensmittel nachhaltiger als andere sind:

Brot und Brötchen: Statt beim Discounter, kann man Backwaren in einer Bäckerei kaufen. Die beziehen ihre Produkte oft aus dem Umland. Das macht die Transportwege um einiges kürzer und spart CO2 ein für die eigene Klimabilanz. Auf einer Landkarte kann man dann zum Beispiel nachgucken, aus welcher Region nun die Zutaten für das eigene Brötchen stammen.

Streichfett: Anstatt von Butter kann man Margarine auf das Brot streichen. Der Wechsel von Margarine zu Butter spart pro Kopf im Jahr 47 kg CO2. Das entspricht der Strecke von Flensburg nach Berlin mit dem Auto. Um ein Kilo Butter herzustellen, werden bis zu 25 Liter Milch benötigt. Margarine hingegen wird überwiegend aus pflanzlichen Zutaten hergestellt.

Wurst: Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Eine Scheibe Mettwurst hat beispielsweise einen höheren CO2 Ausstoß als eine Scheibe Putenwurst. Das liegt u.a. daran, dass ein Rind jeden Tag über 235 Liter Methangas produziert. Zudem braucht die Herstellung eines Kilo Rindfleisches 15.000 Liter Wasser. Das sind 75 volle Badewannen! Für die Herstellung eines Kilos Hühnerfleisch braucht man hingegen nur rund 5.000 Liter Wasser.

Käse: Hier gilt die einfache Regel: Je höher der Fettanteil eines Käses ist, desto höher der CO2-Ausstoß. Auf fettarme Produkte umzuschwenken spart CO2 und Kalorien.

Rohkost: Man kann darauf achten, saisonales Obst und Gemüse zu kaufen. Wer mag schon Erdbeeren im Winter essen, wenn sie von weit herkommen? Und was bedeutet eigentlich der Aufkleber auf der Banane? Im Garten selber anzubauen/ zu ernten, ist eine tolle Möglichkeit, heimische Früchte zu entdecken.



Der Weg der Butter

Wie lang der Weg von tierischen Lebensmitteln ist, kann man einem Kind anhand von Butter erklären.

Kühe brauchen viel Wasser und Futter. Nicht selten wird dazu Mais aus exotischen Ländern, wie z.B. Brasilien, importiert. Um einen Kilo Butter herzustellen, muss eine Kuh viel Milch geben – bis zu 25 Liter! Und dann gibt es da noch den Kuhpups… Ganz richtig gehört! Täglich entweicht den wiederkäuenden Kühen Methangas, ein fieses Treibhausgas. Treibhausgas sind Gase in der Atmosphäre, die in der Luft Einfluss auf die Wärmerückstrahlung haben. Sprich, sie sind ein Regler für die Temperatur auf der Erde.

Eine einzige Milchkuh produziert pro Tag circa 235 Liter Methangas. Das sind über 1,2 Mio. gefüllte Luftballons!



Etwas Selbstgemachtes auf dem Brot – Margarine gemeinsam machen

Kinder lernen am besten durch ausprobieren. Wieso dann also nicht selbst Margarine herstellen und damit das Pausenbrot bestreichen? Das geht ganz einfach mit nur drei Zutaten. Kakaobutter, Rapsöl und etwas Salz liefern die perfekte Basis für Margarine. Diese kann dann noch mit Kräutern oder Nüssen verfeinert werden.

Zutaten: 50 g Kakaobutter, 150 g Rapsöl, eine Prise Fleur de Sel

Zubereitung: Die Kakaobutter langsam bei mittlerer Temperatur über dem Wasserbad schmelzen und vom Herd nehmen, sobald sie flüssig ist. Das Rapsöl und das Fleur de Sel einrühren, in eine verschließbare Schüssel umfüllen und kaltstellen, bis die Margarine fest ist – fertig! Die Margarine hält sich im Kühlschrank etwa drei Tage und kann problemlos eingefroren werden.



Was habe ich davon meine CO2-Bilanz zu verkleinern?

Wer seine CO2-Bilanz verkleinert, verbessert das Klima! Denn die Folgen des Klimawandels sind für alle spürbarer: Dürreperioden, Stürme, wärmere Winter, Gletscherschmelzen, etc.

Wir haben noch immer die Kontrolle über das Klimageschehen und können aktiv dagegen vorgehen. Unser Konsumverhalten belastet die Umwelt. Man kann allerdings einen Beitrag für die Klimaverbesserung leisten, indem man seine Ernährung etwas umstellt:

Mit der Verwendung von pflanzlichen Produkten (Gemüsen, Obst), Teigwaren, pflanzenbasierten Alternativen wie Margarine und einem geringen Fleischkonsum verringert man seine CO2-Bilanz bereits beträchtlich. So tut man der Umwelt und sich selber etwas Gutes, denn: Wer möchte schon in einer Welt leben, in der mit häufigen Umweltkatastrophen zu rechnen ist?

Probiert es aus: Mit unserem CO2-Rechner kann man kinderleicht die CO2-Bilanz des Pausenbrots ausrechnen. Und unter unseren klimasmarten Lebensmitteln findet man tolle Inspiration für neue Zutaten.

Christian K.
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