Die größten Klimasünden beim Essen

Die größten Klimasünden beim Essen

Sieben einfache Tipps für eine nachhaltigere Ernährung

Unser Klima wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Einer der Hauptfaktoren ist unsere Ernährung. Wir können täglich aus einem großen Angebot von Nahrungsmitteln aus aller Welt wählen. Auf der anderen Seite stehen aber der hohe Energieeinsatz, wie auch der Ausstoß klimarelevanter Treibhausgase entlang der Produktionskette. Die Gase entstehen während Anbau, Verarbeitung sowie Transport von Lebensmitteln und besonders auch im eigenen Haushalt. Wir haben für dich die größten Klimasünden rund um die Auswahl, Zubereitung, Verarbeitung und Lagerung von Lebensmitteln zusammengestellt. Um diese zukünftig zu vermeiden, sind nur wenige Grundsätze und kleine Änderungen im Alltag nötig.



1. Weite Transportwege

Weite Wege, besonders der Luft-Versand, sorgen für viele Transportkilometer und damit CO2-Emissionen. Greif doch mal öfter zu regionalen Produkten. Im Vergleich zu weit gereisten Lebensmitteln sparst du hier besonders viel CO2. Dies gilt nicht nur für den Transport, sondern auch für deinen eigenen Einkaufsweg. Nimm doch mal das Rad oder gehe zu Fuß einkaufen. Benutze dein Auto nur für den Großeinkauf und verbinde das mit weiteren Erledigungen.



2. Zu viel tierische Produkte

Bei der Produktion von Fleisch, Wurst, Milch und Milchprodukten wie zum Beispiel Butter, wird viel Wasser und Energie benötigt. Die Produktion pflanzlicher Lebensmittel z.B. Margarine ist dagegen viel effizienter. Dazu kommt, dass Viehhaltung erhebliche Treibhausgase produziert. Mit dem Verzehr von mehr pflanzlichen Lebensmitteln und weniger tierischen Lebensmitteln, kannst du durch deine Ernährungsweise einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Kleine Änderung, große Wirkung: verwende Margarine statt Butter und spare pro Jahr bereits 47 kg CO2 (Berechnung durch das IFEU-Institut 2015).



3. Lebensmittel zu jeder Zeit verfügbar

Die Flugmango aus Asien oder Tomaten aus Holland. Wir haben uns daran gewöhnt, Lebensmittel zu jeder Zeit im Regal des Supermarkts zu finden. Lebensmitteltransporte und der dadurch verursachte CO2-Ausstoß haben zugenommen. Um dies einzuschränken, versuch doch mal auf saisonale und regionale Lebensmittel zurück zu greifen. Das ist super für das Klima und den Geschmack. Je kürzer der Transportweg und je passender das saisonale Angebot genutzt wird, desto besser für dich und die Umwelt.



4. Start verarbeitete Produkte

Für die Produktion von Lebensmitteln werden riesige Mengen an Energie für Beheizungs-, Verarbeitungs- und Kühlprozesse gebraucht. Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet werden muss, desto größer ist die Last für unsere Umwelt. Dagegen haben frische Produkte viel weniger Verarbeitungsschritte hinter sich. Sie sind so klimafreundlicher und auch gesundheitlich wertvoller. Unverarbeitete Lebensmittel enthalten die meisten Nährstoffe und noch den vollen Wert an wertvollen Inhaltsstoffen wie Ballaststoffe, Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Greif also bei frischen Produkten gerne zu.



5. Klimasünden aus der Küche

Nicht nur wir, sondern auch unsere Küche gehört zu den Klimasündern. Neben vielen Kleingeräten verbrauchen vor allem der Kühlschrank und die Gefriertruhe große Mengen an Strom. An dieser Stelle lohnt sich die Anschaffung mit Energieeffizienzklasse A+++. Elektrogeräte machen einem das Leben zwar leichter, aber der Umwelt zuliebe, greif doch mal öfter auf Handarbeit bei Schneiden, Reiben und Co. zurück.



6. Viel zu viel Verpackung

Brotpapier, Alufolie oder Plastiktüte – wir verpacken gerne unsere Lebensmittel. Um Ressourcen zu schonen, ist es sinnvoll, unnötige Abfälle zu vermeiden. Nimm doch mal deine eigene Stofftasche zum Einkaufen mit, anstatt zu Hause Plastiktüten anzusammeln. Recycling ist energieaufwendig und nicht immer möglich. In immer mehr Großstädten gibt es auch Läden, die komplett auf Verpackung verzichten und die Lebensmittel werden in mitgebrachte Behältnisse gefüllt. Ausprobieren lohnt sich.



7. Wegwerf-Gesellschaft

Jedes achte Lebensmittel wird weggeworfen. Nicht immer wandert nur Verdorbenes in die Tonne. Das eigene Wegwerf-Verhalten bietet von daher ein großes Potential für Verbesserungen. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel verschwenden wir Energie und Ressourcen. Der Foodabdruck des „umsonst“ produzierten Lebensmittels belastet unnötig unser Klima. Lebensmittelabfälle lassen sich gut vermeiden, wenn du kreative Gerichte aus Resten und Vorräten zubereitest. Eine kreative Küche aus allem, was du in deinen Schränken findest, verhindert zu dem Langeweile auf dem Teller. Du hast zu viel gekocht? Kein Problem – Essensreste einfach einfrieren. So hast du beim nächsten Mal entweder schnell dein Essen parat oder du kochst damit einfach etwas Neues.



Fazit

Klimasünden sind für dich ab jetzt bestimmt kein Thema mehr. Wenn du deinen Einkauf gut planst, vorwiegend pflanzliche Lebensmittel verwendest und auch mit Resten kreative Gerichte kochst, dann sparst du Abfall, Zeit und bares Geld. Zusätzlich hast du ein gutes Gewissen und trägst direkt zum Klimaschutz bei.

Ursula O.
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