Die klimaschädlichsten Lebensmittel - Klimacheck

Die klimaschädlichsten Lebensmittel - Klimacheck

Wie trägt Essen zum Klimawandel bei?

Unsere Ernährung verursacht jeden Tag gravierende Emissionen von Treibhausgasen und verändert das Klima. Bevor Lebensmittel überhaupt auf unserem Tisch landen, erfolgen meist viele Schritte. Anbau, Ernte, Transport, Lagerung und Weiterverarbeitung umfassen eine lange Zeitspanne. Hierbei werden CO2 Emissionen frei. Diese können in „direkte und indirekte Emissionen“ unterteilt werden. Was haben sie mit meinem Essen zu tun? Und welchen Beitrag leiste ich zum Klimawandel?



Was sind Treibhausgase und CO2 Emissionen

Treibhausgase: Gase in der Atmosphäre, die in der Luft Einfluss auf die Wärmerückstrahlung haben. Sprich, sie sind ein Regler für die Temperatur auf der Erde.

CO2 Emissionen: Ausstöße von CO2 in die Umwelt. Zu den direkten Emissionen gehört beispielsweise die Transportkette unserer Lebensmittel. Indirekte Emissionen sind etwa Bestandteile bei der Regenwaldabholzung Brasiliens in Umwandlung zu Ackerfläche. Auch wenn Brasilen weit entfernt ist, wird dadurch der Klimawandel und somit auch unser Klima beeinflusst. Unser persönlicher CO2-Fußabdruck erhöht sich also jeden Tag auch unbewusst.



Was heißt das nun für meine Lebensmittel?


Die klimaschädlichsten Lebensmittel - Klimacheck

Pflanzliche Produkte produzieren nur wenig Treibhausgasemissionen (THGE). Schätzungsweise 70% der direkten THGE von Lebensmitteln sind auf tierische Lebensmittel zurückzuführen. Besonders Kühe tragen zu hohen THGE bei. Täglich entweicht einer Kuh circa 235 Liter Methangas, ein aggressives Treibhausgas. Dieses trägt erheblich zur Erderwärmung bei.

Auch Überseeprodukte sind äußerst klimaschädlich. Exotische Obstsorten wie Mangos, Papayas, Guaven und Ananas werden extra aus Afrika eingeflogen. Sie sind leicht verderblich und benötigen einen schnellen Transport. Auch Bohnen aus Kenia, Gemüse aus Peru und Fisch aus Afrika haben einen langen Weg hinter sich. Sie alle gehören zu den großen Klimasünden!

In unseren Food-Regeln und Tipps bekommst Du gezeigt, wie Du klimafreundlicher essen kannst.



Beachte diese einfachen Regeln und trage mit unseren Tipps zum Klimaschutz bei

Die Wahl deines Speiseplans bestimmt die Höhe deines CO2-Foodabdrucks. Beachte einige, einfache Food-Regeln und trage einen großen Beitrag zum Klimaschutz bei!


Wer diese Regeln befolgt, kann seinem CO2-Fußabdruck extrem verkleinern.

Beim Fleischkauf sollte darauf geschaut werden, aus nachhaltiger und artgerechter Haltung zu kaufen. Der eingeschränkte Konsum von Rindfleisch, Butter und Milchprodukten ist ebenfalls entscheidend für die Größe unseres CO2 Fuß -und Foodabdrucks. Tierprodukte durchlaufen in der Verarbeitung viel mehr Schritte als Pflanzenprodukte. Denn: Am Anfang steht immer das Tier, welches versorgt werden muss! Wer also seinen Verbrauch von tierischen Nahrungsmitteln reduziert, tut aktiv etwas für den Klimaschutz.

Sich klimafreundlich zu ernähren, bedeutet nicht auf leckeres Essen zu verzichten. Oft gibt es sehr gute klimasmarte Alternativen!

Alternativen:

Starte doch damit, Butter ganz einfach gegen Margarine zu tauschen. Diese basiert auf pflanzlichen Inhaltsstoffen und hat eine 7-8-fach geringe CO2-Bilanz als Butter.

Rechenbeispiel: Wer ein Jahr lang Margarine statt Butter verwendet, spart bereits 47kg CO2. Würden alle Deutschen von tierischen auf pflanzliche Lebensmittel umsteigen, könnten alle zusammen 35 Mio. Tonnen CO2 sparen – das entspricht 7,8 Mio. Autofahrten um die Erde. Und wenn dann noch alle Österreicher mitmachen würden, würden weitere 395 Mio. kg CO2 eingespart werden.

Klimatarier werden:

Mit unseren cleveren Klimatipps kann jeder etwas zum Klimaschutz beitragen. In unserem CO2-Rechner kann die CO2 Bilanz von vielen Nahrungsmitteln berechnet werden. Als Richtwert für den täglichen Gebrauch gilt: Für die Zubereitung eines klimafreundlichen Essens sollte ein Wert von 4 kg CO2 Äquivalente pro Portion nicht überschritten werden (dieser Wert ist ein Mittelwert aus verschiedenen Quellen die klimafreundliche Gerichte ausweisen).

Christian K.
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