Lust auf Nachhaltigkeit

Lust auf Nachhaltigkeit

Flugzeug oder Butter, was ist wichtiger?

Wer möchte nicht nachhaltig leben? Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist daher in aller Munde. Man kann nachhaltige Produkte kaufen, nachhaltiger verreisen, Unternehmen schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahne, ganze Länder haben Nachhaltigkeitspläne! Da fällt es schwer, im Alltag den Überblick zu behalten. Was ist wirklich wichtig?



Ein Leben für die Nachhaltigkeit

Unter den Begriff der Nachhaltigkeit fallen viele Teilbereiche – Fair Trade, Umweltschutz, Social Responsibility. Der Duden versteht darunter das „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“ In einem Wort: Erhalt!

Der Klimaschutz nimmt dabei eine herausragende Rolle ein. Der Klimawandel hat nicht nur zerstörerische Auswirkungen auf die Umwelt. Dürren, Überschwemmungen und Unwetter betreffen auch Menschen auf der ganzen Welt – oft in ärmeren Regionen. Wer etwas gegen den Klimawandel tun möchte, der sollte vor allem seine CO2- Emissionen reduzieren.



Woher kommt mein CO2?

Wir produzieren unablässig CO2. Ob wir etwas kaufen, das Licht anmachen oder etwas essen. CO2 entsteht insbesondere dann, wenn fossile Brennstoffe verbrannt werden – also Erdöl. Das Umweltbundesamt zeigt in einer Übersicht, welche Lebensbereiche wie viel CO2 verursachen:

  1. Allgemeiner Konsum 30 %
  2. Mobilität 23 %
  3. Heizung 17 %
  4. Ernährung 13 %
  5. Öffentliche Emissionen 10 %
  6. Strom 7 %

Was wir uns fragen sollten:
  • Muss ich das kaufen?
  • Kann ich die Strecke mit dem Fahrrad fahren?
  • Hab ich die Heizung ausgeschaltet?
  • Und was will ich essen?

Du bist, was du isst – das gilt auch für CO2

Das ifeu – Institut für Energie und Umweltforschung der Universität Heidelberg hat errechnet: Bei einem Fleischliebhaber stammen durchschnittlich 25 % (Platz 2) der CO2- Emissionen aus der Ernährung. Das zeigt, dass das individuelle Essverhalten viel verändern kann! Bei einer durchschnittlichen deutschen Ernährung sind es 13 % (Platz 4), bei einem Veganer lediglich 10 % (Platz 5). Was wir essen, hat also direkten Einfluss auf unsere CO2-Emissionen.



Streit der Wissenschaft über Viehhaltung

Die Wissenschaft ist sich nicht einig darüber, wie viel CO2 durch unser Essen entsteht. Ein Beispiel: Laut einer Studie der Food and Agriculture Organization (FAO) aus 2006 stammen 18 % der globalen Treibhausgase aus der Viehhaltung. Durch den Verzehr von Butter, Fleisch & Co. fließen diese in die Emissionen jedes einzelnen. Eine Studie des Worldwatch Institute aus 2009 besagt hingegen, dass 51 % der weltweiten Treibhausgase aus der Viehhaltung stammen – fast das Dreifache! Damit wäre die globale Viehzucht der größte CO2-Verursacher – was die CO2- Emissionen unseres Essens in die Höhe schießen ließe!



Lust auf Nachhaltigkeit

Die Zukunft unserer Ernährung

Essen wird immer wichtiger: Aufgrund des steigenden Wohlstands wächst die weltweite Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten weiter.

Das ifeu – Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg bestätigt: Heute werden weltweit

  • 30 % des Trinkwassers
  • 1/3 der nutzbaren Landfläche
  • 50 % des Getreides und der Hülsenfrüchte

in der globalen Viehzucht verbraucht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die CO2- Emissionen im Agrarsektor bis 2050 um 80 %steigen werden.



So schmeckt Klimaschutz

Wer seine Ernährung klimafreundlich umstellen möchte, sollte also tierische Produkte gegen pflanzenbasierte Alternativen tauschen. Dabei kann man mit einfachen Tricks im Alltag starten: 1 kg Butter verursacht 8,9 kg CO2, 1 kg Margarine hingegen nur 1,3 kg CO2. Wer ein Jahr lang Butter gegen Margarine tauscht, spart bereits 47 kg CO2 (Berechnung des Ifeu, Heidelberg 2015). Natürlich gibt es noch mehr klimasmarte Lebensmittel, Tipps und Rezepte zu entdecken!

Christian K.
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