Obst und Gemüse der Saison

10 Tage klimafreundlich essen und leben

Ich hab es geschafft und bin motivierter als je zuvor. Zehn Tage habe ich klimafreundlich gekocht, gegessen und gelebt. Nicht immer war das bequem und manchmal auch eine kleine Herausforderung. Aber es hat sich gelohnt, und sogar mehr als das, es hat mich angespornt.

 

Meine Erkenntnis: Klimafreundlich essen und leben ist machbar, und es macht glücklich!

 

Manchmal wurde ich mit großen Augen angeschaut. Klimatarier, was ist das denn genau und wie wird man zu einem Menschen, der klimafreundlich isst und lebt?

„Das ist ganz einfach…“, habe ich dann gesagt. „…eigentlich braucht man nur auf wenige Dinge achten und dann ist man in 1, 2, 3, 7 Schritten Klimatarier!“.

Der erste Schritt geht in die Richtung pflanzenbasierte Ernährung. Verzichtet weitestgehend auf tierische Erzeugnisse. Denn Fleisch, Milch, Butter und Co. sind die größte Umweltsünde unserer Zeit. Mal ganz abgesehen von dem Leid der Tiere. Massentierhaltung ist leider gar nicht schön. Damit ist schon viel getan. Der zweite wichtige Schritt, Lebensmittel regional, saisonal und bio kaufen. Aus der Region für die Region, sozusagen. Keine langen Transportwege, keine Pestizide. Ja, und dann müssen wir lernen, Lebensmittel wieder als kostbares Gut zu betrachten. Nur noch nach Bedarf kaufen und nicht auf Masse, nichts wegwerfen und alles verarbeiten. Das geht gut und spart neben Ressourcen auch noch Geld. Wenn ihr die drei Punkte umsetzt, ist schon viel geschafft. Wer dann noch eine kleine Herausforderung sucht, probiert mit so wenigen Zutaten wie möglich Rezepte zukreieren. Man glaubt es kaum, aber das klappt ganz gut. Nun, und dann erzählt ihr Freunden und Familie von eurem klimafreundlichen Lifestyle. Tragt es in die Welt hinaus.

 

Simple Rezepte, im besten Fall regional, saisonal und bio!

Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass Klimaschutz am Esstisch beginnt.

Deshalb empfiehlt es sich, bewusst einzukaufen. Ich habe es bereits erwähnt, kauft nicht auf Masse, kauft qualitativ hochwertig, kauft regional und saisonal und im besten Falle auch noch bio. Werft

nichts weg und verwertet alle Lebensmittel. Ich hatte euch auf dem Blog ja bereits den Tipp mit dem Einfrieren verraten. Habt ihr noch restliche Kräuter, Margarine oder Pesto übrig - dann gebt

diese Zutaten in Eiswürfelbehälter und friert sie in kleinen Portionen ein. Warum nicht auch die Kräuter mit der Margarine vermischen, etwas salzen und dann einfrieren – das ist eine klimafreundliche Alternative zur klassischen „Kräuterbutter“ und eingefroren ist sie sehr lange haltbar.

Gerichte aus wenigen Zutaten sind ein weiterer Trick, um den eigenen CO2-Fußabdruck niedrig zu halten. Experimentiert einfach ein wenig. Wie wäre es mit Rote Beete Carpaccio samt Rucola

oder einer easy peasy One Pot Pasta?

 

Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, den CO2-Rechner zu befragen. In den letzten zehn Tagen war er mein bester Freund. Zack, alle Zutaten auf den Teller geschoben und schon weiß ich, wie klimafreundlich mein Gericht wirklich ist. Spannend. Ein wirklich schöner Nebeneffekt des Klimatarier-Daseins: Genuss. Ich habe in den letzten zehn Tagen für mich gelernt, wieder bewusst zu genießen. Das geht in all der Masse, in unserem Konsum leider fast schon unter. Wir verlernen es regelrecht. Die Wertschätzung bleibt nicht selten einfach auf der Strecke, was wirklich schade ist.

 

Der perfekte Mittelweg!

Wir alle wissen, manchmal sitzt man zwischen den Stühlen. Manchmal muss man entscheiden, zwischen Kopf und Herz. Manchmal geht es auch gar nicht anders und man muss Dinge tun, die

weniger klimafreundlich sind. Aber denkt bitte immer daran, jeder noch so kleine Schritt, ist der Schritt in die richtige Richtung.

 

Fangt klein an, lasst das Umdenken wachsen, langsam und stetig. Ihr müsst euch nicht geißeln und denkt immer daran, der Prozess zu einem klimafreundlicheren Leben soll auch ein wenig Freude

bereiten. Ich für mich habe in den letzten zehn Tagen eines gelernt, ein gesunder Mittelweg ist gut.

Manchmal saß ich da, gefühlt in einer Zwickmühle. Soll ich oder soll ich nicht, ist das vertretbar oder nicht… Manchmal muss man eben das Auto benutzen, manchmal ist ein Eis oder ein Stück Filet eben doch genau das, was wir in dem Moment zum Glücklich sein brauchen. Und dann ist es in Ordnung. Schlüsselwort: Bewusster Genuss!

 

Quinta-Bohnen-Salat

 

Rezept für Quinoa-Bohnen-Salat: Frisch und lecker!

In den letzten zehn Tagen gab es viel Kürbis und Ofengemüse. Saisonal eben. Aber dann war da die Lust auf etwas Neues und so experimentierte ich ein wenig in der Küche und heraus kam ein

wunderbar leckerer Salat mit Quinoa und Bohnen, dazu Radieschen und Kresse. Hmmmm,schmeckt köstlich und sättigt.


Was du brauchst?

Zutaten

200 g getrocknete, weiße Bohnen (große Bohnen)

100 g Quinoa

1 Beet Kresse

2 Bund Radieschen

20 Gramm Pinienkerne
 

1 unbehandelte Zitrone

1 EL mittelscharfen, körnigen Senf

1 TL Kokosblütenzucker

frisch gemahlenen Pfeffer

3 - 4 EL naturtrüben Apfelsaft

 

Zubereitung

Die Bohnen am Vorabend waschen und über Nacht in einem Behältnis im Wasser einweichen lassen.

 

Am nächsten Tag, die Bohnen abtropfen lassen und in einen Topf mit frischem Wasser geben. Aufkochen und dann für etwa 50 - 60 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind.

 

Währenddessen die Radieschen waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden.

 

Die Zitrone waschen, abtrocknen und im Anschluss die Schale mit einer Reibe fein abreiben. Zur Seite legen. Danach den Saft der Zitrone auspressen und in ein kleines Schälchen geben. Abrieb der

Zitrone sowie Kokosblütenzucker, Senf und Apfelsaft dazugeben und fein rühren, bis sich alle Zutaten vermischt haben. Am Ende mit etwas Pfeffer abschmecken.

 

Den Quinoa waschen und in reichlich Wasser etwa 20 Minuten kochen. Anschließend das Wasser abgießen, den Quinoa abkühlen lassen. Die Bohnen ebenfalls abgießen und auskühlen lassen. Nun

Radieschen, Quinoa sowie Bohnen vermischen. Auf einen Teller geben, mit Kresse und gerösteten Pinienkernen garnieren. Im Anschluss mit dem Dressing verzieren.

 

Guten Appetit!

 

Eure Janina

Janina W.
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