Bloggerin Janina Westphal von ohwunderbar.de besucht als Klimatarier den Wochenmarkt.

Follow Me Around: Ein Besuch auf dem Wochenmarkt!

Der wöchentliche Marktbesuch am Freitag ist mein persönliches Highlight. Warum? Nirgendwo anders bekomme ich sonst so herrlich frisches Obst und Gemüse sowie köstliches Brot und andere regionale Leckereien. Ich liebe es, über den Markt zu schlendern und neue kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken.

Früher habe ich mich riesig über Klamotten und Co. gefreut. Heute freue ich mich über nichts mehr, als über gute Lebensmittel in meinem Einkaufskorb. Bei der Wahl der Produkte bin ich nun viel bewusster, konsumiere ausgewählter - zumindest in den Bereichen, wo es mir möglich ist - z. B. bei Obst, Gemüse, Brot und Kuchen sowie sehr ausgewählt und selten Fleisch.

 

Follow Me Around: Ein Besuch auf dem Wochenmarkt!

 

Wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst

Meine Teilnahme an der Klimatarier-Challenge  im letzten Jahr hat mir gezeigt, wie hoch der Einfluss unseres Essens auf das Klima tatsächlich ist. Hättet ihr z.B. gewusst, dass der Durchschnitts-Deutsche 13 Prozent seiner CO2-Emissionen allein durch seine Ernährung verursacht? Das entspricht 1,43 Tonnen CO2 pro Jahr. Der CO2-Fußabdruck von Fleischliebhabern ist mit 3 Tonnen CO2 pro Jahr sogar beinahe doppelt so hoch – Wahnsinn!

Im Zuge der Klimatarier-Challenge habe ich 10 Tage lang auf kleinem CO2-Fußabdruck gelebt und mit meiner Ernährung täglich nicht mehr als 8 kg CO2 verursacht. Für Inspiration nach leckeren klimafreundlichen Gerichten bin ich am liebsten auf den Markt gegangen.

 

Pflanzlich genießen – regional und saisonal einkaufen

Unser Markt ist so toll, wir haben einige sehr feine Stände, die wirklich immer tolles Obst und Gemüse bieten. Ich muss gestehen: In der Regel kaufe ich immer bei den gleichen Marktständen. An meinem Lieblingstand gibt es die berühmt-berüchtigten Möhren aus meinem Heimatdorf. Die sind so schmackhaft – so etwas kennt man heutzutage kaum noch! In Margarine gedünstet, ein wenig mit Salz und Pfeffer gewürzt - ein Traum. Und dabei doch so simpel. Oder die Tomaten. Ebenfalls aus dem Dorf meiner Kindheit. Auch Äpfel dürfen hier im Hause Wunderbar nicht fehlen. Knapp zwei bis drei Kilo Äpfel essen wir im Schnitt in der Woche. Und auch in Sachen Apfel habe ich meinen Lieblingshändler, der eben nur Äpfel und zur jeweiligen Saison auch mal Birnen, Erdbeeren und Himbeeren anbietet.

Ich liebe den Markt! Denn alles ist so familiär und höflich. Man kennt sich, wird mit Namen begrüßt und hält einen netten Plausch. Ich finde, das macht es – neben dem bewussteren Einkaufen an sich – aus!

 

Klimaschutz beginnt am Esstisch

Meine Klimatarier-Erfahrung war sehr spannend (HIER mein Fazit zum Nachlesen) und hat mir auch gezeigt, dass es gar nicht so einfach ist. Die Klimatarier-Challenge hat noch einmal das eigene Bewusstsein geschärft. Denn seither gehe ich den für mich perfekten Mittelweg und versuche im Kleinen nachhaltiger und vor allem klimafreundlicher zu leben. Das bedeutet:

  • Weniger tierische Lebensmittel – vor allem nur noch sehr selten Fleisch oder Wurst und dann aber genieße ich mit jeder Faser, weil es eben so unheimlich selten geworden ist.
  • Lieber natürliche Pflanzenöle und Margarine statt Butter. Der einfache Wechsel von Butter zu Margarine spart bereits 47 kg CO2 pro Jahr –  das entspricht einer Fahrt mit dem Auto von Kiel nach Berlin!
  • Lieber, wenn möglich, regional und saisonal kaufen, als Äpfel aus Japan (nur als Beispiel).

Wenn wir alle zusammen auf unseren CO2-Foodabdruck achten, ist der Effekt umso größer: Würden z.B. alle Deutschen von tierischen auf pflanzliche Lebensmittel umsteigen, könnten alle zusammen 35 Mio. Tonnen CO2 sparen - das entspricht 7,8 Mio. Autofahrten um die Erde!


Follow Me Around: Ein Besuch auf dem Wochenmarkt!

 

Ein Salat der Saison: Spargelsalat mit Erdbeeren und Rucolasalat

Schell und einfach zubereitet, mit Gemüse und Früchten der Saison, die sogar noch aus der direkten Region kommen. Himmlisch lecker, sättigend und definitiv aus der Kategorie: Ich will mehr!

Darf ich vorstellen: Heute gibt es Spargelsalat mit Erdbeeren, Rucolasalat und einem süß-säuerlichen Dressing!

Da die Zutaten für dieses Gericht pflanzlich sind, ist es sogar schön klimafreundlich. Die Klimabilanz für den herrlichen Salat beträgt gerade einmal 1,16 kg CO2! Das konnte ich anhand des CO2-Rechners ermitteln. Ein Rechner, der euch auf einen Blick zeigt, welchen CO2-Ausstoß euer Essen verursacht. Ganz spannend, wie ich finde!

Nun aber zum Rezept selbst.

 

Zutaten für den Spargelsalat

  • 500 - 600 Gramm weißen Spargel
  • 500 - 600 Gramm grünen Spargel
  • 250 Gramm Erdbeeren

  • 120 - 150 Gramm Rucola
  • Pinienkerne

  • 1 TL getrockneter Basilikum
  • 100 ml brauner Balsamicoessig
  • 100 ml heißes Wasser

  • 100 g Zucker

  • etwas Margarine
(z.B. Rama)
  • etwas Sonnenblumenöl

  • Salz und Pfeffer

Zubereitung Spargelsalat

Den weißen Spargel schälen, von den Enden befreien und für etwa 15 - 20 Minuten in einem ausreichend großen Topf in Salzwasser mit einer Prise Zucker gar kochen.

Den grünen Spargel gründlich waschen, von den Enden befreien und mit etwas Margarine in eine Pfanne geben und von allen Seiten auf mittlerer Temperatur anbraten.

Gleichzeitig den Zucker in einen kleinen Topf geben und vorsichtig karamellisieren lassen. Den karamellisierenden Zucker mit dem Balsamico sowie heißem Wasser {vorab schon in einem Becher gemischt} ablöschen. Einen gehäuften Teelöffel getrockneten Basilikum dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf niedriger bis mittlerer Temperatur etwa 20 Minuten einkochen.

Den weißen Spargel abgießen und zur Seite legen. Den grünen Spargel ebenfalls.

Als nächstes den Rucola und die Erdbeeren ordentlich waschen. Die Erdbeeren halbieren und die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne rösten.

Nun den Spargel schön drapieren. Mit dem Rucola sowie den Erdbeeren garnieren, Linienkerne darauf verteilen und etwas von dem Dressing darüber geben. Fertig.

Guten Appetit!

 

Follow Me Around: Ein Besuch auf dem Wochenmarkt!

 

Janina W.
Neuen Kommentar hinzufügen

Kommentar zum Artikel?

Immer her damit.

Bild hochladen