FAQ

Die häufigsten Fragen zur klimafreundlichen Ernährung.
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Klima, Allgemein, Gesundheit

Was is(s)t ein Klimatarier?

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Klimatarier essen klimafreundlich und nachhaltig. Das heißt sie wählen Lebensmittel aus, die in der Erzeugung, Weiterverarbeitung und beim Transport nur wenig Energie und wenige Ressourcen verbrauchen. Sie essen wenig Fleisch und konsumieren vorwiegend frische, regionale, saisonale und pflanzliche Lebensmittel. Auf diese Weise halten sie den Anteil ihrer ernährungsbedingten CO2-Emissionen gering und schonen die Umwelt.

Allgemein, Klima, Umweltschutz

Was ist der Unterschied zwischen einem CO2-Fußabdruck und einem CO2-Foodabdruck?

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Der CO2-Fußabdruck, auch CO2-Bilanz genannt, bezeichnet die Menge an Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die ein Mensch verursacht. Der CO2-Fußabdruck ist ein hilfreiches Maß, um die Klimaauswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und anderen Aktivitäten eines Menschen in den Bereichen Ernährung, Konsum, Mobilität und Wohnen zu ermitteln. Je kleiner der CO2-Fußabdruck ist, desto umweltfreundlicher, ressourcenschonender und nachhaltiger lebt man. Beim CO2-Foodabdruck handelt es sich um den Anteil der Emissionen, die durch die Ernährung entstehen.

Allgemein, Klima, Umweltschutz

Wie entstehen CO2-Emissionen bei Lebensmitteln?

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Ernährungsbedingte CO2-Emissionen entstehen entlang der Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zum Konsum der Lebensmittel: Die Landwirtschaft liefert die Rohstoffe und verbraucht z.B. Wasser, Boden und Düngemittel. Schon das kostet viel Energie und verursacht Treibhausgas-Emissionen. Die Rohstoffe werden anschließend transportiert, verarbeitet, verpackt und gelagert, bevor sie über Supermärkte oder Händler beim Konsumenten landen. Lagerung und Zubereitung kosten noch einmal Energie; etwa durch Kochen, Braten und Gefrieren. Am Ende setzt die Entsorgung der Abfälle weitere Treibhausgase frei.

Umweltschutz, Klima, Allgemein

Wie werden die CO2-Werte von Lebensmitteln berechnet?

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Die CO2-Werte im Rechner wurden vom Ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg berechnet (Ifeu, Heidelberg, 2016).

Es wird darauf hingewiesen, dass die Werte nur für die unten aufgeführten Randbedingungen verwendet werden sollten, um Fehlinterpretation zu vermeiden. Einzelne Werte können unter anderen Rahmenbedingungen wie saisonaler / regionaler Anbau oder Flugtransporte teilweise deutlich anders ausfallen und um ein Mehrfaches höher bzw. niedriger liegen.

Im Einzelnen gelten für die Berechnung der CO2-Werte folgende Randbedingungen / Vorgehensweisen:

• Die Lebensmittel wurden jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie sie in Deutschland verkauft werden: Produktion im In- und Ausland (gewichtet), zusätzlich gewichtet über unterschiedliche Produktionsmethoden wie z. B. Freiland oder Gewächshaus, über alle Monate eines Jahres (saisonaler / nicht-saisonaler Anbau) sowie über alle damit verbundenen Transporte wie z. B. anteilig See- und Lufttransport.

• Betrachtet wurde der gesamte Lebensweg der Lebensmittel bis zur Haustür des Konsumenten. Damit beinhaltet er die landwirtschaftliche Produktion einschließlich der vorgelagerten Prozesse (z. B. Düngemittelproduktion), die Verarbeitung (u. a. Waschen, Sortieren und ggf. Konservieren), die Verpackung (anteilig handelsüblichen Größen unabhängig von der im Rechner ausgewählten Menge des Lebensmittels) sowie den Verkauf im Supermarkt und schließt sämtliche Lagerungs-, Kühl- und Transportprozesse sowie eine typische Einkaufsfahrt des Verbrauchers ein. Die Lagerung beim Konsumenten sowie die Zubereitung sind damit explizit nicht enthalten.

• Landnutzungsänderungen, die durch den Anbau von Lebensmitteln sowie Futtermittel für die Produktion von Tieren (Fleisch und Milchprodukte) ausgelöst werden können, wurden aus systematischen Gründen nicht eingerechnet. Diese können zu teils erheblichen Zusatzemissionen an Treibhausgasen führen.

• Als methodischer Rahmen dienten die ISO-Normen 14040 & 14044 für Produkt-Ökobilanzen sowie die Technische Regel ISO/TS 14067 zum Carbon Footprint von Produkten.

• Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird nur von CO2 gesprochen (CO2-Rechner etc.), obwohl stets CO2-Äquivalente und damit alle Treibhausgase gemeint sind.

Kontakt: guido.reinhardt@ifeu.de, www.ifeu.de

Klima, Umweltschutz

Warum sollte ich meine CO2-Emissionen verringern?

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Wer seine CO2-Emissionen im Alltag verringert, betreibt aktiv Klimaschutz. Gerade unser Hunger auf Fleisch begünstigt eine der größten Emissionsquellen: die Tierhaltung und Landwirtschaft. Eine Studie des Worldwatch Institute besagt: 51 Prozent der gesamten globalen Treibhausgas-Emissionen gehen auf das Konto der Viehzucht. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN erklärt hingegen, dass Tierhaltung 18 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortet. Fest steht: Viehzucht treibt die globale Erderwärmung massiv voran. Die Prognose: Bis 2050 werden die CO2-Emissionen der Landwirtschaft weltweit um 80 Prozent steigen. Dies liegt daran, dass der Wohlstand der Menschen und die Nachfrage nach Fleisch, Milch, Butter und Co. immer weiter wachsen. Indem wir den Konsum tierischer Lebensmittel einschränken, können wir unseren CO2-Foodabdruck verringern.

Klima, Umweltschutz, Allgemein

Welche Lebensbereiche verursachen wie viel CO2?

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Laut Ifeu, dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, verursacht der durchschnittliche Deutsche 10,63 Tonnen CO2 pro Jahr. Mit 3,15 Tonnen CO2 macht der Lebensbereich „Konsum“ den größten Anteil an den Treibhausgas-Emissionen aus. Hierzu zählen z.B. der Einkauf von Klamotten, Konzertbesuche oder Kinogänge. An zweiter Stelle rangiert der Lebensbereich „Wohnen“ mit 2,62 Tonnen CO2. Dies kommt vor allem durch das Heizen der Wohnungen mit fossilen Brennstoffen wie Heizöl und Erdgas. Der Lebensbereich „Mobiliät“ verbucht 2,35 Tonnen CO2. Dies liegt primär am hohen Kraftstoffverbrauch durch private Kraftfahrzeuge. Die Ernährung verursacht 1,43 Tonnen CO2. Wer seine Klimabilanz verbessern möchte, kann mit kleinen Änderungen im Alltag bereits CO2 einsparen – angefangen beim Essen.

Klima, Umweltschutz, Allgemein

Welche Rolle spielt die Ernährung beim Klimaschutz?

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Bei einem durchschnittlichen Deutschen entstehen 13 Prozent der CO2-Emissionen allein durchs Essen. Bei einem Fleischliebhaber sind es sogar 25 Prozent. Über den genauen Anteil und die Auswirkungen unserer Ernährung auf die Umwelt wird in der Wissenschaft diskutiert. Fest steht, dass wir aktiv zum Klimaschutz beitragen können, wenn wir unser Ess- und Einkaufsverhalten ändern. Ein Beispiel: Wer tierische gegen pflanzliche Lebensmittel tauscht, spart ein Drittel seiner ernährungsbedingten CO2-Emissionen. Die Zahlen beruhen allesamt auf den Berechnungen der Ifeu, dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg.

Klima, Umweltschutz, Allgemein

Was sind die klimaschädlichsten Lebensmittel und warum?

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Tierische Lebensmittel haben eine schlechte Ökobilanz. Denn um Produkte wie Wurst, Eier, Käse oder Butter herzustellen, müssen Tiere gefüttert, gemolken oder geschlachtet werden. Die Haltung und der Transport der Tiere kosten wertvolle Ressourcen wie z.B. Wasser, Boden und fossile Brennstoffe. Zusätzlich stoßen Kühe Methan aus. Methan ist ein sehr aggressives Treibhausgas und wirkt etwa 23-mal schädlicher als CO2. Würden z.B. alle Deutschen tierische gegen pflanzliche Lebensmittel tauschen und sich vegetarisch oder vegan ernähren, könnten wir 35 Millionen Tonnen CO2 im Jahr sparen. Diese Menge entspricht 700 Mal dem CO2-Verbrauch für einen Flug von der Erde zum Mond.

Klima, Umweltschutz, Allgemein, Palmöl

Können auch pflanzliche Lebensmittel klimaschädlich sein – z.B. Palmöl?

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Palmöl ist einer der weltweit wichtigsten Rohstoffe. Es wird in jedem zweiten Supermarktprodukt wie z.B. Schokolade, Margarine, Kosmetik oder Reinigungsmittel verwendet und ist daher kaum wegzudenken. Das ist der Grund für den Anbau von ca. 60 Millionen Tonnen Palmöl. Dies entspricht etwa der halben Fläche Deutschlands. Wie bei vielen Agrarrohstoffen bezieht sich die Kritik an Palmöl an dem „Wo“ und „Wie“ seines Anbaus. Denn für die Plantagenwirtschaft in Ländern wie Indonesien oder Malaysia werden nach wie vor Regenwälder gerodet. Tropische Regenwälder sind für das Weltklima heute wichtiger denn je: Sie filtern das CO2 aus der Atmosphäre und verlangsamen die globale Erderwärmung. Was viele Menschen in Bezug auf Palmöl allerdings nicht wissen: Mit Palmöl lässt sich auf vergleichsweise geringer Fläche ein Großteil des weltweiten Bedarfs an Pflanzenölen decken. Die Pflanze beansprucht für den gleichen Ertrag etwa dreimal weniger Fläche als Raps und sogar sechsmal weniger Fläche als Soja. Palmöl ist somit sehr viel ressourceneffizienter als andere Pflanzenöle. Klimatariern wird empfohlen, beim Einkauf auf nachhaltig zertfiziertes Palmöl zu achten, z.B. das Umweltsiegel des RSPO (Roundtable on Sustainable Palmöl). Hierbei handelt es sich um einen internationalen Zusammenschluss aus Palmöl-Anbauern, Händlern, Konsumgüterherstellern, Banken sowie Nichtregierungsorganisationen wie dem WWF und Oxfarm. Der RSPO setzt sich dafür ein, dass auf den Palmölplantagen freiwillig mehr für Naturschutz und Menschenrechte getan wird, um Mindeststandards im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen.

Klima, Umweltschutz, Allgemein

Welchen Vorteil bringt der Wechsel von Butter zu Margarine?

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Margarine hat einen besseren ökologischen Fußabdruck als Butter. Um ein Kilogramm Butter herzustellen, werden bis zu 25 Liter Milch benötigt. Margarine hingegen wird aus pflanzlichen Zutaten hergestellt. Der Wechsel von Butter zu Margarine spart pro Kopf im Jahr 47 Kilogramm CO2.